Einen Garten zu haben und ihn zu genießen, ist wunderschön. Doch dazu gehört auch, ihn zu planen, zu bepflanzen und zu pflegen und das kostet viel Arbeit und Zeit. Wenn dann auch noch die Sommerhitze kommt oder trockenes Klima herrscht, kann schnell alles vorbei sein. Um genau das vorzubeugen und vor allem, um Zeit zu sparen, eigenen sich Tropfbewässerungssysteme hervorragend.

In diesem Blogpost möchte wir Dir erklären, warum die Tropfbewässerung funktioniert, Gründen nennen, warum Du ein solches System haben solltest und wie Du da am besten anfängst.

 

Vorteile der Tropfbewässerung

Viele Gärtner verlassen sich bei der Bewässerung auf ihre Sprinkleranlage. Doch aus mehreren Gründen ist ein Tropfbewässerungssystem die bessere Wahl.

Denn zu einen ist es sehr effizient. Es sind kleine Wasserstrahler, die das Wasser gezielt an die Pflanzen liefern. Durch die präzise Abgabe an die Pflanzen wird weniger Wasser verwendet und spart dadurch auch Geld. Mittlerweile gibt es zwar moderne Sprinkleranlagen mit einer Effizient von 75% bis 85%, doch Tropfsysteme erreichen hier 90% oder höher.

Funktioniert das Bewässerungssystem so, wie es sollte, bietet es den meisten Pflanzen durch kleine aber konstante Wassermengen optimale Wachstumsbedingungen. Darüber hinaus bedeutet eine effizientere Bewässerung weniger lästiges Unkrautwachstum.

Es gibt weitere Vorteile eines zeitgesteuerten Bewässerungssystems: Es spart Zeit. Vorbei sind die Zeiten, in denen regelmäßig der dicke Schlauch durch den Garten geschleppt werden muss. Auch wenn Dein Garten eher klein ist, lohnt sich die Investition und Arbeit in die Installation eines Tropfsystems.

Die Kosten können dabei je nach Größe variieren. Lässt man es von einem Fachmann einbauen, kostet es zwischen 3.000 und 3.500€. Legst Du selbst Hand an, liegst Du bei etwa der Hälfte.

 

Wie Du anfängst, das Bewässerungssystem zu entwickeln

Organisiere Deinen Garten

Wie es auch bei der Gartenarbeit der Fall ist: Zunächst braucht es Überlegung und eine genaue Planung.

Wenn Du gerade dabei bist, Deinen Garten komplett neu zu gestalten, plane das Bewässerungssystem direkt mit ein. Lange gerade Beete sorgen dabei für eine effizientere und wirtschaftlichere Bewässerung sowie einen einfacheren Installationsvorgang.

Im nächsten Schritt geht es darum, Deine Pflanzen und Gemüse zu ordnen. Alle mit ähnlichen Bewässerungsbedürfnissen sollten nebeneinander sein.

Kenne Deinen Boden

Der Boden ist das allerwichtigste, denn durch ihn gelangen Wasser und Nährstoffe zu den Pflanzen. Daher sollte das Bewässerungssystem rund um den Boden gut geplant sein.

Was bei der Installation Deines Bewässerungssystems hilft, ist zu wissen, welche Art von Boden Dein Garten hat. Denn das beeinflusst, ob Du mit Tropfen oder Emittern arbeitest.

Um herauszufinden, welche Art von Boden Du hast, greifst Du einfach eine Handvoll trockenen Boden und bewertest folgendermaßen:

  • Erde mit hohem Ton-Anteil lässt sich beliebig formen und zum Beispiel rollen, ohne auseinanderzufallen. Das Wasser absorbiert hier normalerweise langsamer.
  • Lehmboden lässt sich ebenfalls formen, zerbricht aber schnell. Das Wasser läuft langsam durch, verteilt sich aber gut.
  • Sandiger Boden lässt sich nicht formen und zerfällt sehr schnell. Das Wassergelangt hier sehr schnell durch und wird kaum absorbiert.

 

Die Grundlagen eines Bewässerungssystems

Jetzt geht es darum, das beste System für Deinen Garten auszuwählen. Dabei sollte es an die Größe und den Inhalt Deines Gartens, sowie an den Standort und die Verfügbarkeit von Wasserquellen angepasst sein. Das Ziel ist, dass das gesamte Bewässerungssystem so einfach wie möglich ist, dabei aber so effizient und funktional wie möglich ist.

Das sind die wesentlichen Bestandteile eines Bewässerungssystems:

1.     Wasserhahn

Dieser lässt Dich die zentrale Wasserversorgung des Systems ein-  und ausschalten. Wir empfehlen, einen Wasserhahn mit einem Rückflussverhinderer* und einem Druckregler. Dadurch gelangt kein verunreinigtes Wasser zurück in die Wasserquelle und auch der Wasserdruck wird reguliert, um den Wasserstand konstant zu halten.

Außerdem empfiehlt es sich, an mehreren Stellen einfache Absperrventile* zu verwenden. So kann zum Beispiel nur ein Teil des Gartens bewässert werden, wenn der andere Teil durch eine Regenzeit überflutet ist.

2.     Zeitschaltung

Eine programmierte Zeitschaltung* sorgt dafür, dass er Bewässerungsplan eingehalten wird.

3.     Filter

Eines der häufigsten und frustrierendsten Probleme bei Bewässerungssystemen sind verstopfte Strahler. Doch Du kannst einfach einen Filter zwischen der Wasserquelle und den Rohren einbauen und Du verhinderst jegliche Verstopfung. Wenn Du ungefiltertes Wasser aus einem See oder Teich hast, sind Filter unerlässlich.

4.     Schlauchadapter

Ein oder mehrere Adapter* sind wichtig, wenn Du verschiedene Teile verbinden musst. Denn diese verhindern Wasserverlust.

5.     Tropfrohre

Ein Rohr, meist aus Plastik, transportiert das Wasser zu jedem einzelnen Beet. Je nachdem, wie groß Dein Garten ist und welche Anzahl an Gartenreihen hast, solltest Du einen dünneren, flexibleren Schlauch in Betracht ziehen. So kann Wasser von der Hautschlauchleitung zu jedem einzelnen Gartenbeet geleitet werden.

6.     Wasserstrahler

Durch die Wasserstrahler gelangt das Wasser aus den Tropfrohren zu den Pflanzen. Die Auswahl an Wasserstrahlern ist groß. Schau am besten, welche Art sich am besten für Deine individuellen Pflanzen eignen. Auf zwei Dinge muss man dabei achten: Durchflussrate und Sprühdurchmesser. Drei Hauptkategorien werden dabei unterschieden:

  1. Nicht-druckausgleichende Tropfrohre: Hier variiert die Durchflussrate mit dem Druck. Je niedriger der Druck ist, desto geringer ist die Durchflussrate und umgekehrt.
  2. Druckausgleichende Tropfrohre: Die Durchflussrate bleibt unabhängig vom Druck gleich.
  3. Einstellbare Sprühgeräte: Diese bieten bei der Bewässerung einzelner Pflanzen auff einer einzigen Bewässerungslinie mehr Abwechslung. Obwohl es eine ganze Reihe von Emittern gibt, funktionieren einstellbare Tropfenstrahler für die meisten Gärten sehr gut. Sie haben individuelle Durchfluss- und Druckoptionen.

Hinweis: Nutze einen Haartrockner oder kochendes Wasser, um den harten Schlauch oder Schlauch etwas weicher zu machen, bevor Du die Hartplastik-Anschlüsse einsetzt.

7.     Endstück

Nachdem Du die Schläuche und Rohre erfolgreich an die Wasserquelle angeschlossen hast, kommt zum Schluss das Endstück* auf das Ende der Schlauchleitungen, um den Wasserfluss zu stoppen. Dies sollte die gleiche Größe wie der Schlauch sein.

 

Wie Du das Tropfbewässerungssystem installierst

Jetzt wird es Zeit, den Installationsprozess zu starten. In den meisten Fällen ist das in wenigen Stunden erledigt. Aber denke dran: Lieber geduldig und präzise arbeiten. Das verhindert Fehler.

Zusätzlich zu den oben genannten Teilen benötigst Du noch ein paar weitere Elemente für die Installation:

Schritt 1: Verbinde die Tropfrohre mit der Wasserquelle

Nutze den am Haus vorhandenen Wasserhahn und verbinde so das Hauptrohr oder den Schlauch mit der Wasserzufuhr. Nutze ein Rückflussventil, damit kein verschmutztes Wasser zurückfließen kann.

Schritt 2: Lege die Tropfrohre oder Schläuche aus und installiere die Wasserstrahler

Verlege die Tropfrohre oder Schläuche an den Gartenbeeten entlang. Achte darauf, dass Du die Schläuche nicht zu straff ziehst. Sobald die Rohre oder Schläuche richtig liegenn, kannst Du ein Standwerkzeug zur Hilfe nehmen, um in den Schlauch Löcher zu stanzen. In diese Löcher werden kleine Wasserstrahler eingesetzt. Achte besonders darauf, dass Du diese möglichst nah an den Wurzeln der Pflanzen positionierst.

Damit Du die Löcher einfach stanzen kannst, empfiehl es sich, den Schlauf an der entsprechenden Stelle mit einem Föhn vorsichtig zu erwärmen. So wird der Kunststoff etwas weicher.

Befestige die Tropfrohre oder Schläuche mit dafür geeigneten Pflöcken. Achte darauf, dass diese nicht zu locker und auch nicht zu fest angebracht sind.

Schritt 3: Teste das System

Bevor Du die Schläuche und Rohre mit den Endkappen schließt, lasse zunächst für ein paar Minuten Wasser durchlaufen. So kannst Du sehen, ob auch überall Wasser ankommt.

Stelle nun das Wasser an und lasse es für ein paar Minuten das gesamte System durchdringen, um Schmutz aus den Leitungen zu spülen.

Sobald alles passt, brauchst Du nur noch die Endkappen anzubringen und die Zeitschaltung korrekt zu programmieren.

 

Pflege Dein System

Sobald alles installiert ist, ist die größte Aufgabe geschafft. Doch völlig zurücklehnen kannst Du Dich auch nicht, denn ein Bewässerungssystem muss immer mal gewartet werden.

  • Reinige und/ oder ersetze den Filter bei Bedarf, um einen optimalen Fluss zu gewährleisten.
  • Überprüfe die Bodenfeuchtigkeit, um eventuell den Bewässerungsplan und den Druck anzupassen.
  • Überprüfe die Batterie der Zeitschaltuhr und ersetze sie bei Bedarf.
  • Lasse die Wasserleitungen ab und zu durchlaufen, vor allem wenn es im Winter leicht gefriert. Verwende dazu einen Kompressor oder entleere die Leitungen. Dazu öffnest Du einfach nur den untersten Teil Deines Systems.
  • Überprüfe die Emitter regelmäßig auf Lecks und Verstopfungen.

 

Bei richtiger Installation und regelmäßiger Wartung kann ein einfaches Tropfbewässerungssystem Wunder für Deinen Garten bewirken. Dazu kann es Geld und Wasserkosten sparen und den Hobbygärtnern eine wohlverdiente Freizeit eröffnen. Wann beginnst Du, Dein eigenes System zu bauen und die Vorteile zu genießen?

* Links zum Partnernetzwerk von amazon.de: Damit Du den Artikel nicht nur liest, sondern auch gleich mit Deinem eigenen DIY Projekt starten kannst, arbeiten wir mit Links zu ausgewählten Produkten bei amazon.de. Solltest Du über diese Links ein Produkt bei amazon.de kaufen erhalten wir eine kleine Provision. Für Dich erhöht sich der Verkaufspreis nicht. Nur so gelingt es uns langfristig hochwertige Inhalte für diesen Blog zu finanzieren. Mehr dazu erfährst Du hier.

Du möchtest dieses Bild auf Deiner Website einbetten? Nichts leichter als das! Kopiere Dazu einfach unten stehenden Code und füge diesen so wie er ist auf Deiner Website ein 🙂