Funktioniert das Garagentor einwandfrei, wird es wohl niemals Deine Aufmerksamkeit bekommen. Doch fängt es an zu haken, lässt sich nicht mehr schließen, bewegt sich von alleine oder verletzt sogar Dich selbst oder andere, bist Du alarmiert und die Reparatur wird Priorität Nr. 1.

Wenn Du Dich jedoch regelmäßig um die Garagentor Wartung, Instandhaltung und Sicherheit kümmerst, ersparst Du Dir nicht nur Reparaturkosten, sondern auch Nerven und Zeit. Wir möchten Dir in diesem Beitrag einen Überblick über die Arten von Garagentoren mit Vor- und Nachteilen geben und alle Fragen über die grundlegende Wartung und Sicherheit beantworten. Wir geben Dir auch Tipps, wann es wirklich Zeit für einen Austausch des Tors ist.

Viel Spaß beim Lesen und Umsetzen!

Arten von Garagentoren und ihre Vor- und Nachteile

Grob gibt es drei verschiedene Öffnungsstile: aufschwenken, aufrollen, hochklappen. Hinzu kommen unterschiedlichste Formen, Farben und Materialien von Garagentoren.

 

Hochklappen – die Schwingtür

Hast Du eine Garage mit Schwingtür? Diese Art von Garagentür war jahrelang die beliebteste unter den Türen. Diese Türen sind einflügelig und klappen mithilfe von Drehfedern nach oben und nach innen und verschwinden an der Decke der Garage.

Vorteile:

  • Günstiger als andere Garagentor-Arten
  • Günstigere Reparaturen als bei anderen Türarten, da sie weniger bewegliche Teile haben
  • Es laufen keine Gleise durch die Garage. Dadurch kann man zwischen Tür und Decke einen Deckenspeicher anlegen.

Nachteile:

  • Fahrzeuge können nicht nahe an der Tür geparkt werden, da die Tür Platz zum Aufschwingen braucht.
  • Die Tür braucht manuellen Einsatz bis die Feder die Bewegung übernimmt. Das kann manchmal schwierig sein.

 

Aufrollen – das Sektionaltor

Hierbei handelt es sich um ein Sektionaltor, das heutzutage die beliebteste Form ist, wenn es um Garagentore geht. Zwischen drei und acht Abschnitte bewegen sich entlang einer vertikalen Schiene nach oben, bis sie um die Kurve an die Decke der Garage fahren.

Vorteile:

  • Der Eingang der Garage behält seine maximale Breite aufgrund der vertikalen schmalen Schienen.
  • Die Gefahr ist minimal, dass die Tür versehentlich selbst herunterfällt (im Gegensatz zur Schwingtür).
  • Es braucht keinerlei manuellen Einsatz, da alles maschinell funktioniert.

Nachteile:

  • Meist teurer zu installieren und zu warten, da es viele bewegliche Teile gibt. Die Schienen müssen regelmäßig gesäubert und geschmiert werden.

 

Ausschwenkbare Türen

Mit ausschwenkbaren Türen erhöhst Du definitiv die Attraktivität Deines Hauses. Diese Türart ist weniger beliebt als andere, da eine manuelle Betätigung nötig ist. Eine Installation von elektrisch betriebenen Türen ist möglich, jedoch meist sehr teuer.

Vorteile:

  • Eine sehr robuste Torart, da seitliche Scharniere und Riegel im Wesentlichen die einzigen beweglichen Teile sind, die beim Einbau befestigt werden müssen.

Nachteile:

  • Diese Garagentüren müssen vollständig manuell bedient werden, was bedeutet, dass Du das Auto kurz verlassen musst.
  • Es muss darauf geachtet werden, dass keine Hindernisse oder Schnee in der Zufahrt sind. Die Tür braucht etwas Freiraum.
  • Diese Garagentor-Art ist weniger sicher als die anderen Tor-Arten.

Grundlegende Wartung und Sicherheit der Garagentore

Eine regelmäßige Wartung der Garagentore ist enorm wichtig und notwendig.

Achte auf Deine Sicherheit

Garagentore sehen harmlos aus und viele Menschen denken, dass nichts passieren kann. Doch es passieren viele Unfälle mit den Türen. Daher ist bei der Wartung äußerste Sicherheit geboten:

  • Deaktiviere den Türöffner-Motor. Wird Dein Garagentor mit einem Motor betrieben, achte unbedingt darauf, dass er sich nicht versehentlich einschaltet. Dazu kannst Du normalerweise einfach den Stecker, der sich an der Decke befindet, abziehen.
  • Verwende Klemmen zum Schutz. Damit die Tür nicht zuknallen kann, verwende zum Beispiel Schraubholzklammern, die Du an den Rollbahnen befestigst.
  • Sei vorsichtig mit hochklappbaren Garagentoren, die mit Federn funktionieren. Torsionsfedern stehen unter enormer Spannung und eine Wartung bei dieser Art von Tür sollte von einem Profi übernommen werden.

Werde Schmutz los

  • Befreie den Sensor von Staub und Schmutz. Der Sensor befindet sich unter der Tür und sorgt dafür, dass die Türbewegung stoppt, falls Personen oder Gegenstände im Weg sind. Wische den Sensor mit einem feuchten Tuch ab, damit er einwandfrei funktionieren kann.
  • Pflege die Kette und die Antriebsschrauben. Die Kette sorgt dafür, dass der Motor betrieben wird, der das Tor auf und ab bewegt. Nutze Lithium-Sprühfett, damit Kette und Motor gut zusammenlaufen.
  • Reinige die Gummiabdichtung. Die Gummiabdichtung befindet sich an der Unterseite des Garagentors und schützt vor zu starkem Aufprall. Behandle die Abdichtung mit Sprühsilikon.

Besondere Hinweise bei Schwingtoren:

  • Versuche, die Federspannung so einzustellen, dass das Gewicht der Tür ausgeglichen wird. Achte auch darauf, dass sie nicht von ihren Verbindungsklammern rutschen und die Klammern noch nicht verbogen sind.
  • Sprühe Lithiumfett auf die Drehpunkte, um eine sanftere Bewegung zu haben.

Besondere Hinweise bei Sektionaltoren:

  • Schmieren sie alle beweglichen Teile mit Lithiumfett ein. Dazu gehören zum Beispiel die Rollen, die entlang der Rollenbahn gleiten.

Ersetzen oder Reparieren?

Es kommt ein Zeitpunkt, an dem kontinuierliches Reparieren nicht mehr sinnvoll ist und ein Austausch des Garagentors Geld und Nerven spart. Jedoch sollte das Garagentor so lange mit Ersatzteilen repariert werden, wie es sich lohnt, um großen Abfall zu vermeiden.

Wann das Garagentor zu reparieren ist:

  • Die Tür fühlt sich schwer an: Das kann ein Grund für eine abgenutzte Feder sein, die von einem Werkstatttechniker einfach ausgetauscht werden kann.
  • Die Tür-Bedienung funktioniert nicht mehr: Hier liegt die Ursache sehr nahe. Probiere mal aus, die Batterie der Bedienung zu wechseln und auch einen möglicherweise umgeklappten Schalter in der Garage zu überprüfen.
  • Ein oder zwei Paneele sind beschädigt: In dem Fall muss nicht gleich die gesamte Tür gewechselt werden. Mit einem Presslufthammer oder einem Gummihammer können Dellen in den Metallprofilen begradigt werden.

Wann muss das Tor ersetzt werden:

  • Probleme mit der Tür seit ca. 3 Jahren: Wenn Du seit mehreren Jahren ständig dabei bist, Teile der Tür zu ersetzen, ist es Zeit für eine neue.
  • Älteres Modell: Ist Dein Garagentor sehr alt, kann das zu Sicherheits- oder Funktionsproblemen führen.
  • Tür ist schwer beschädigt: Hat zum Beispiel ein Auto die Tür stark demoliert, können neben der Tür selbst auch Rollbahnen, Rollen, Halterungen, Federn und viele andere Teil stark beschädigt worden sein. Dann ist es Zeit für einen Austausch.

 

Wir hoffen, dass wir Dir mit diesem Beitrag über Garagentore helfen konnten und Du unsere Tipps anwenden kannst. Wenn Du Fragen hast oder etwas zu dem Artikel ergänzen möchtest, schreibe es doch gerne in die Kommentare. Wir freuen uns, von Dir zu lesen.

 

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